Eine Muslima und ihr Hijab – Worte von Schwester Léna

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    Eine Muslima und ihr Hijab - Worte von Schwester Léna

    Assalamu aleikum und Hallo miteinander
    Liebe Geschwister & Mitmenschen

    Bis zum World Hijab Day veröffentlicht Radio Uahid täglich einen Text zum Thema Hijab, geschrieben von unseren Zuhörerinnen. Gewichtig in ihren Worten, schlagkräftig in ihren Argumenten und frisch in ihrem Stil, sollen diese Texte mit der Erlaubnis Allahs einen positiven Effekt auf den Lebensalltag unserer Schwester bewirken.

    Heute lesen wird die Worte von der Schwester Léna aus der Schweiz:

    „Heute gehe ich ohne Hijab nicht aus dem Haus. Ich käme mir ziemlich nackt vor. Früher allerdings fragte ich mich, wie man mit Kopftuch überhaupt rumlaufen kann. Ich trug meine Haare ja am liebsten offen. Als konvertierte Muslima musste ich mich dieser Herausforderung dann doch stellen und ich glaube, im Leben ist es immer so, dass Entschlossenheit zum Erfolg führt und auch selbstbewusster macht, wenn man das „Unmögliche“ erstmal erreicht hat.

    Es gab damals eine Schwester, die ich jeden Tag morgens am Bahnhof sah und ich starrte sie jedesmal erstaunt an, weil sie Hijab trug. Ich dachte mir: Hey wir sind Schwestern! Aber für sie sah ich bestimmt nicht aus wie jemand, zu der man „salam alaykum“ sagt. Ich beneidete sie für ihren Mut, wusste aber nicht, ob ich das jemals könnte, Hijab tragen wenn alle Leute komisch gucken und wie würde das bei der Arbeit sein und überhaupt, es war einfach nicht mein Ding. Die schicksalhafte Wendung ergab sich dann auf der Studienreise, weit weg von Zuhause und dem Alltagstrott, den Sorgen und Gedanken.

    Es war in Berlin. Das erste Mal, dass ich so viele Muslime auf der Strasse sah und ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich bemerkte, dass sie mich aufgrund meines modern und offen gebundenen Tuches zwar anschauten, aber mit unsicheren und fragenden Blicken. Das brachte mich zum Nachdenken. Ich wollte unter den Geschwistern nicht fremd sein, sondern als Muslima eindeutig erkannt werden. Vor wem muss ich mich denn schämen? Ich entschloss mich also, den entscheidenden Schritt zu wagen.

    Als ich dann wieder Zuhause war, habe ich mich im Kopftuchbinden geübt und bin zuerst an Wochenden damit raus, später dann auch zur Schule und seit dem auch zur Arbeit. Ich musste mich auf verschiedene Reaktionen einstellen, aber die meisten Leute waren neugierig und fragten mich über diesen „Wandel“, machten Komplimente und ich glaube, man darf ruhig erwarten, dass man als Mensch weiterhin respektiert wird, mit Hijab, mit Gebeten und mit einer etwas anderen Weltanschauung. So bin ich jetzt sehr glücklich über diese erfolgreiche Wendung und würde meinen Hijab um keinen Preis wieder hergeben! Alhamdulillah :)“

    Noch mehr davon?

    Hier gehts zum Text von Schwester Nassira.

    Hier gehts zum Text von Schwester Azra.

    Hier gehts zum Text von Schwester Ayah.

    Hier geht’s zum Text von Schwester Amina.

    Unterstützt diese Initiative, teilt eure Begeisterung für den Hijab mit euren Mitmenschen und, wenn sie auch gefallen, verbreitet diese Zeilen!

    Wa aleikum salam
    Euer Radio Uahid Team

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